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Nicht so prickelnd.
• • • • • (bewertet mit 2 von 5 Punkten)
Ich habe mir mehr von diesem Buch erwartet. Erschienen im Heyne Hardcore Verlag und im Klappentext beworben mit "Massaker des Lebens" frage ich mich was ich gerade eben gelesen habe. Hardcore ist an dem Buch für mich nur das Durchhaltevermögen, dieses doch recht dünne Büchelchen (und das trotz 2 Teilen) am Stück bis zum Ende durchzulesen. Es handelt sich im Allgemeinen um einige Kurzgeschichten, die aber z.T. miteinander verwoben sind. So hat z.B. eine Gruppe jugendlicher einen Autounfall mit nur einem Überlebenden, die nächste Geschichte handelt von der Mutter eben diesen Menschen, die darauf folgende von dem neuen Freund der Mutter der über sein Leben mit der Mutter erzählt. Die Gschichten sind alle in der Ich-Form geschrieben, hier muß man sagen, dass es dem Autor echt gelungen ist sich auf die unterschiedliche Sprache der unterschiedlichen Menschen einzustellen (Jugendslang, seriöse Erwachsene, abgehärtete Notfallärzte usw.).
Es ist nicht wirklich hart wie es der Verlag oder einige Rezessionen erwarten lässt. Eher haben die einzelnen Geschichten unerwartete Ausgänge und es werden halt Fakten geschildert (einem Verunfallten fehlen die Arme)
Wer ein Buch sucht, welches in Richtung Rohhypnol oder Literatur wie von John Niven geht, alles aus demselben Verlag, der soll hier besser nicht zugreifen.
Wer ein mal etwas anderes Buch sucht um Zeit tot zu schlagen, der kann zugreifen. Es ist nicht total langweilig, wenn man es aber nicht liest, verpasst man meiner Meinung nach auch nicht soviel.
Eine Rezension von Der Franker "Franker" >
vom 9. August 2010 |